Unser Kandidat zur Landratswahl 2015

Hans-Werner IgnatowitzLandratskandidat Hans-Werner Ignatowitz stellt sich vor:

  • aus Euskirchen
  • 47 Jahre alt
  • verheiratet, 2 Kinder
  • Diplom-Verwaltungswirt
  • Oberrechnungsrat im Bundesrechnungshof, Bonn
  • Vorsitzender Fahrgastverband Pro Bahn Rhein-Sieg e. V.

 

Meine Motivation Zur Kandidatur:

Bewegt durch die Proteste zu den Bahnproblemen in der Region seit Dezember 2014 musste ich wahrnehmen, wie wenig ernst die Verantwortlichen im Kreis Euskirchen die Probleme genommen haben. Zudem wurde mir klar, dass die Interessen des Kreises Euskirchen in den zuständigen Nahverkehrsgremien offenbar nur unzureichend vertreten worden sind. Bahn und Bus haben im Kreis Euskirchen bislang bei weitem nicht den Stellenwert wie der motorisierte Individualverkehr.

 

Die Nutzer*innenzahlen im ÖPNV sind bundesweit gestiegen. Immer mehr Menschen möchten vom Auto auf Bahn und Bus umsteigen. Leider führt die aktuelle Situation in unserer Region zu genau dem gegenteiligen Phänomen: Bahnpendler*innen steigen frustriert auf’s Auto um. In Anbetracht der aktuellen Situation kann ich die Betroffenen gut verstehen. Insgesamt ist dies aber nicht hinnehmbar. Bahn und Bus müssen wieder attraktiv werden und bezahlbar bleiben.

Dafür möchte ich mich einsetzen – in den überregionalen Gremien und im Kreis Euskirchen.

Hans-Werner Ignatowitz - engagiert - kompetent - grün

 

Meine Ziele für den Kreis Euskirchen:

  • verlässlicher, attraktiver und bezahlbarer Nahverkehr mit Bahn, Bus und Taxibus; schnellere Verbindungen für die Pendler*innen aus der Eifel nach Köln und Bonn; Reaktivierung der Bördebahn von Euskirchen nach Düren und weiter nach Aachen für den regulären Schienenverkehr
  • Priorität für Umwelt- und Klimaschutz; u. a. Schutz des Grundwassers Energieberatung, Solardachkataster, Müllvermeidung
  • kritische Begleitung und veterinärmedizinische Kontrolle von Anlagen zur Massentierhaltung
  • Stopp des AKW Tihange in Belgien, das den Kreis Euskirchen unmittelbar gefährdet
  • dem Ort angemessene Nutzung der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang
  • Bekämpfung jeder Form von Rechtsextremismus und Rassismus
  • Förderung einer nachhaltigen und regionalen Wirtschaft
  • verlässliche Kinderbetreuung, auch im U-3-Bereich
  • Förderung der Offenen Jugendarbeit
  • Hilfs- und Beratungsangebote gegen Gewalt an Frauen und Kindern
  • Kreisverwaltung als familienfreundlicher Arbeitgeber mit Vorbildfunktion zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • nachhaltige Haushaltswirtschaft; sinnvolle Investitionen – aber keine Finanzpolitik zu Lasten nachfolgender Generationen

 

Mehr Infos: www.ignatowitz-euskirchen.de

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3 Kommentare

  1. Peter Meffert

    Ich möchte gern genauer wissen, was „dem Ort angemessene Nutzung“ von Vogelsang heißen soll.
    Das kann ja von „durch Natur überwuchern lassen“ bis zur teilweisen Umnutzung als Tagungszentrum der parteieigenen Stiftung der Grünen gehen. Welche Haltung nimmt der Kandiat z.B. zum zögerlichen Umzug der Nationalparkverwaltung aus Gemünd nach Vogelsang ein?
    Verstehe ich die Forderung als Unterstützung der ca. 40 Mio €, die für den Umbau des Forums ausgegeben werden? Oder ist es eine Kritik an der Art und Weise, wie derzeit Vogelsang und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die NS-Immobilie und nachfolgende Militäreinrichtung der NATO umnutzen?
    Weniger Allgemeinplätze und genauere Positionierung wären mir als Wähler hilfreich.
    Ich lebe in Kall und darf also einem der 4 Kandidaten für den Landrat des Kreises Euskirchen meine Stimme geben. Und ich weiß, dass der Kreis Euskirchen durch zwei der jetzigen Kandidaten in den letzten Jahren erheblichen Einfluss auf die Entwicklung in Vogelsang genommen hat.
    Auf eine Rückmeldung des grünen Kandidaten an meine Email Adresse bin ich gespannt.

    Antworten
  2. Hans-Werner Ignatowitz

    Gerade das Handeln der bisherigen Akteure hat mich dazu bewogen das Thema zum Wahlkampfgegenstand zu machen.
    Die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang ist ein Baudenkmal, das den Menschen im Kreis Euskirchen die NS-Infrastruktur und damit die nationalsozialistische Ideologie mit ihrem Größenwahn sehr anschaulich macht.
    Die Anlage muss in ihrer historischen Erscheinungsform dauerhaft erhalten bleiben, damit wir auch kommenden Generationen das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte vor Ort begreifbar machen können. Damit verbieten sich Nutzungen, die mit dem historischen Kontext nicht in Einklang stehen, wie z. B. ein „Krimihotel“.
    Die Gründung und das Handeln der Gesellschaft „Vogelsang IP“ ist geprägt von Intransparenz und hohen Kosten. Der Umbau des Forums mit Besucherzentrum und Bildungsangeboten ist dabei an sich nicht zu kritisieren. Die Umsetzung und die Besetzung der Geschäftsführung der Gesellschaft dafür aber umso mehr.
    Geplant war, die Baumaßnahmen bis 2014 fertigzustellen, Mittlerweile steht fest, dass auch 2015 die Anlage noch nicht wieder eröffnet werden kann. Aufklärung zum Stand und zu den Zahlen der aktuellen Baumaßnahmen gibt die Vogelsang IP leider immer erst dann, wenn irgendwelche „Skandale“ in der Öffentlichkeit bekannt werden – und auch dann nur sehr zögerlich und unvollständig. Das legt den Verdacht nahe, dass die Verantwortlichen bewusst Dinge verschleiern. Sämtliche Forderungen der grünen Fraktion nach genaueren Informationen wurden im zuständigen Fachausschuss mit den Stimmen der „großen Koaltion“ überstimmt.

    Als Landrat des Kreises Euskirchen möchte ich mich dafür einsetzen, dass

    dem Ort nicht angemessene Nutzungen der Burg Vogelsang unterbleiben,
    wir dort auch nachfolgenden Generationen die NS-Vergangenheit anschaulich machen können,
    der Tourismus mit der historischen Bedeutung und dem Nationalpark in Einklang stehen,
    öffentliche Interessen gegenüber kommerziellen Zielen Vorrang haben,
    die Geschäftsführung der Vogelsang IP stets umfassend und zeitnah über den Stand der Bauarbeiten informiert und zumindest im zuständigen Fachausschuss alle Zahlen unaufgefordert auf den Tisch kommen.

    Antworten
  3. Haas Margret

    Bin Ihnen sehr dankbar dafür, dass Sie Burg Vogelsang „nur“ als Baudenkmal erhalten möchten.
    Ich finde es nicht angebracht in einstigen Gemäuern, in denen man junge Menschen auf den Krieg vorbereitet hat (möchte nicht näher darauf eingehen wie man sie auf den Krieg vorbereitet hat) Feste zu feiern oder sonstige Veranstaltungen abzuhalten. Wir können dieses Mahndenkmal in unserer heutigen Zeit noch sehr gut gebrauchen; und Burg Vogelsang ist ein gutes Beispiel auch für kommende Generationen darzustellen, wohin ein Größenwahn führen kann. Meine Eltern waren Kriegskinder – sind beide tot. Sie können nichts mehr weitergeben. Aber ich als Tochter möchte nicht vergessen was meine Eltern in Kriegsjahren mitgemacht haben. Spassburgen haben wir doch genug oder?
    Meine Stimme haben Sie.

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