GRĂNE Kreistagsfraktion fordert schnelle AufklĂ€rung und Handeln
Der unerwartete RĂŒckzug der Diakonie Bonn aus der ambulanten hĂ€uslichen Pflege im Kreis Euskirchen bringt viele Menschen in eine schwierige Lage. 399 PflegebedĂŒrftige, darunter auch schwerkranke und sterbende Menschen, mĂŒssen bis Ende MĂ€rz kurzfristig einen neuen Pflegedienst finden.
Audio-Zusammenfassung
Jörg Grutke, Fraktionsvorsitzender der GRĂNEN im Kreistag, warnt vor einer problematischen Entwicklung: âBeginnt im Kreis Euskirchen eine Rochade um die wirtschaftlich interessantesten Patient:innen?â
Hintergrund ist, dass der Pflegedienst Vivant in Weilerswist begonnen hat, bestehende PflegevertrĂ€ge zu kĂŒndigen, gleichzeitig aber anbietet, PflegebedĂŒrftige, die bislang von der Diakonie betreut wurden, zu ĂŒbernehmen.
Vivant gehört zur Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH und steht damit unter der TrĂ€gerschaft des Kreises Euskirchen. FĂŒr die GRĂNEN wirft das Fragen auf.
âWie reagieren Kreisverwaltung und Kreistag auf diese Entwicklung?â, fragt Grutke und fordert klare Auskunft und Transparenz.
Nach Angaben von Landrat Ramers soll eine politische Beratung jedoch erst Anfang MĂ€rz im Bildungsausschuss stattfinden – auf Antrag von CDU und SPD. Bis dahin bleiben wichtige Fragen offen, etwa:
- Wie ist der aktuelle Stand der Versorgung?
- Welche MaĂnahmen wurden oder werden ergriffen?
- Wie können solche Krisen kĂŒnftig frĂŒhzeitig erkannt und verhindert werden?
FĂŒr die GRĂNEN ist dieses Abwarten nicht akzeptabel! Jörg Grutke richtete die Fragen der GRĂNEN Kreistagsfraktion deshalb zusĂ€tzlich schriftlich an den Landrat und fordert eine zeitnahe Antwort ein.
Denn, und das macht die GRĂNE Kreistagsfraktion deutlich:
Auch der Kreis Euskirchen trĂ€gt Verantwortung â insbesondere dann, wenn die Versorgung von hunderten pflegebedĂŒrftigen Menschen akut gefĂ€hrdet ist. Die Kreisverwaltung muss jetzt aktiv werden, um die Pflege im Kreis sicherzustellen!

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